Von Marc Checkley
Ein Schweizer Chardonnay hat an der London Wine Fair (LWF) eine bedeutende internationale Auszeichnung erhalten.
Der Unique Chardonnay Malans 2024 der Domaine Donatsch wurde bei der dritten Ausgabe der «Icon Tasting: The Greatest Chardonnay Showdown» zu den zehn besten Chardonnays der Welt gewählt. Die Degustation wurde von Sarah Abbott MW und Ronan Sayburn MS organisiert und brachte 30 ausgewählte Chardonnays aus etablierten und aufstrebenden Weinregionen zusammen.

Bewertet wurden die Weine in einer doppelblinden Verkostung durch 18 renommierte Fachpersonen, darunter Jancis Robinson MW OBE, Dawn Davies MW sowie der in der Schweiz tätige Consulting-Sommelier Tony Lécuroux MS.
Für die Schweiz geht die Bedeutung dieses Resultats weit über den Erfolg eines einzelnen Weinguts hinaus. Der Bündner Chardonnay reiht sich damit neben einige der bekanntesten Namen der internationalen Weinwelt ein – von Burgund und der Champagne über Tasmanien und Margaret River bis nach Central Otago und Umbrien.
Der Schweizer Wein wird damit nicht mehr nur innerhalb der Landesgrenzen geschätzt. Er findet zunehmend auch auf internationaler Ebene Anerkennung und Beachtung.
Für Martin Donatsch hat die Ehrung eine besondere emotionale Bedeutung. Der Jahrgang 2024 ist seinem Vater Thomas gewidmet, der im selben Jahr verstorben ist.

«Mein Vater sagte immer, dass wir beim Pinot Noir zu den Burgundern aufschliessen können, beim Chardonnay aber nie dorthin gelangen werden», erzählt Donatsch. «Umso stolzer bin ich, dass wir heute neben Pinot Noir auch für unseren Chardonnay international Anerkennung erhalten. Mein Vater wäre sicherlich stolz darauf.»
Die Auszeichnung folgt auf einen weiteren besonderen Erfolg. Bereits der Jahrgang 2021, den Donatsch seiner verstorbenen Mutter widmete, schrieb Geschichte: Er war der erste und bislang einzige Schweizer Wein, der von Falstaff mit 100 Punkten bewertet wurde.
«Für mich war dies immer der beste Weisswein, den ich je produziert habe», sagt Donatsch. «Dass wir nun mit dem Jahrgang 2024 eine derart prestigeträchtige Auszeichnung erhalten, ist fantastisch.»
Die Auszeichnung sendet auch eine klare Botschaft an die internationale Weinwelt: Schweizer Wein verfügt über das Terroir, die Präzision und das Know-how, um mit den renommiertesten Weinregionen der Welt mitzuhalten.
Martin Donatsch formuliert es so: «Diese Anerkennung für Schweizer Wein kommt längst überfällig. In allen Regionen unseres Landes entstehen Weine von Weltklasse. Das Problem ist nicht die Qualität – sondern dass sie ausserhalb der Schweiz kaum bekannt sind. Wir Schweizerinnen und Schweizer dürfen stolz auf unsere Weine sein und sollten sie mit der Welt teilen.»
Nach dem starken Abschneiden der Schweizer Roséweine beim diesjährigen Concours Mondial de Bruxelles in Kalabrien setzt diese Auszeichnung ein weiteres Ausrufezeichen für den Schweizer Wein auf internationaler Ebene.
Sie zeigt einmal mehr, dass Schweizer Weine zunehmend in einem globalen Kontext wahrgenommen und bewertet werden – und dabei mit den renommiertesten Herkunftsregionen der Welt mithalten können.
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