Der Schweizer Rosé hat sein bislang bestes internationales Ergebnis erzielt und beim Concours Mondial de Bruxelles (CMB) Rosé Session 2026 zwei Grand-Gold-Medaillen gewonnen – das erste Mal, dass das Land in dieser Kategorie ein solches Niveau erreicht hat.
Der Wettbewerb fand im süditalienischen Cirò statt, eine griechische Kolonie der Antike, und brachte 50 internationale Juroren zusammen, die mehr als 1’100 Roséweine aus 33 Ländern im Blindverkostungsverfahren bewerteten. Trotz starker Konkurrenz sammelte die Schweiz insgesamt acht Medaillen – zwei Grand Gold, drei Gold und drei Silber – und erzielte damit ihr bisher bestes Ergebnis für Roséweine beim CMB.
Die Grand-Gold-Medaillen – verliehen an Weine mit einer Punktzahl von über 92 – gingen an Les Grands Dignitaires – Dôle Blanche Les Clarelles Rosé 2024 (Provins) und Côto Dôle Blanche IPS Rosé 2024 von Jean-René Germanier. Diese doppelte Auszeichnung würdigt die Stärke dieses unverwechselbaren Walliser Rosé-Stils gebührend.
Gilles Besse von Jean-René Germanier in Vétroz kommentierte die Ergebnisse dieser Woche und sagte, die Anerkennung spiegele den anhaltenden Fokus des Teams auf Qualität wider: «Wir wollten den Rosé von bester Qualität erzielen, den manche immer noch als einfachen oder unkomplizierten Wein betrachten. Es waren zehn Jahre harter Arbeit, und dieser Sieg markiert einen aufregenden Moment für den Schweizer Rosé.»
Auf internationaler Ebene dominierte Frankreich die Gesamtmedaillenwertung, während die italienische Region Abruzzen den Titel «International Rosé Revelation» errang. Die Leistung der Schweiz sticht jedoch durch ihre Konzentration an Spitzenbewertungen im Verhältnis zum Produktionsumfang hervor – insbesondere in einer Kategorie, die weltweit weiter wächst.
Die Internationale Organisation für Rebe und Wein gibt an, dass der globale Rosé-Konsum in den letzten zwei Jahrzehnten um 25% gestiegen ist und nun mehr als 8% der weltweiten Produktion ausmacht. Er ist nach wie vor eines der dynamischsten Segmente bei jüngeren Konsumenten, auch wenn der Weinkonsum insgesamt zurückgeht.
Für die Schweizer Winzer sind die diesjährigen CMB-Ergebnisse eine klare Bestätigung für Qualität auf höchstem Niveau und bieten eine Plattform, um regionale Weinstile wie Dôle Blanche und Oeil de Perdrix auf internationalen Märkten zu fördern. Oeil de Perdrix, eine Spezialität aus Neuenburg, feiert dieses Jahr zudem sein 165-jähriges Jubiläum.
Marc Checkley
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